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	<title>Team | Geburtshaus Hamburg Blog</title>
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	<description>Neuigkeiten, Hintergründe, Persönliches &#38; mehr</description>
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	<title>Team | Geburtshaus Hamburg Blog</title>
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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Valentina Suppan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Geburtshaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 13:02:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshaus Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hebamme]]></category>
		<category><![CDATA[Valentina Suppan]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Valentina, schön, dass wir dieses Interview heute machen. Wie geht&#8217;s dir? Mir geht&#8217;s gut. Ich finde es auch richtig schön, dass wir das jetzt schaffen, denn das ist gar nicht so leicht, das hinzubekommen. Der wievielte Versuch ist das jetzt? Ich glaube der vierte vielleicht (lacht). Geburten lassen sich ja bekanntlich nicht so gut [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Liebe Valentina, schön, dass wir dieses Interview heute machen. Wie geht&#8217;s dir?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir geht&#8217;s gut. Ich finde es auch richtig schön, dass wir das jetzt schaffen, denn das ist gar nicht so leicht, das hinzubekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der wievielte Versuch ist das jetzt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube der vierte vielleicht (<em>lacht</em>). Geburten lassen sich ja bekanntlich nicht so gut planen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Richtig. So, du bist nun seit einem halben Jahr bei uns im Geburtshaus und startest jetzt richtig durch im Juli mit deinen eigenen Diensten. Worauf freust du dich dabei gerade am meisten?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Oh, das ist eine gute Frage. Ich glaub, es war total schön in den Monaten davor, mir von jeder Hebamme aus dem Team ein bisschen was abzugucken, weil ich alle begleiten und die Geburtshilfe von jeder Einzelnen kennenlernen durfte. Und jetzt freue ich mich am meisten darauf, meine eigene Geburtshilfe zu geben, das Abgeguckte einzubauen, aber auch selbst ins Tun zu kommen und die Frauen und die Familien ganz individuell zu begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du hast dein Studium in Österreich gemacht [Ja] und bist auch dort aufgewachsen. [Ja] Was hat dich bewegt, jetzt nach Hamburg zu ziehen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">(<em>Antwort kommt in der Sekunde</em>) Das Geburtshaus (<em>lacht herzlich</em>), ganz einfache Antwort tatsächlich. Ich hab im Zuge des Studiums 2 Praktikumseinsätze hier im Geburtshaus in Hamburg gemacht. Das waren sehr eindrückliche Praktika für mich, die mir damals gezeigt haben, wieso ich eigentlich Hebamme werden wollte, denn das war genau DIE Arbeit oder viel eher die Arbeitsweise, die ich gesucht habe. Damals dachte ich: ach, was für ein Zufall, dass ich hier gelandet bin. Im Nachgang denke ich mir: Ach, vielleicht war das doch kein Zufall, dass ich genau die Stelle, und ziemlich kurzfristig, bekommen habe. Damals wurde ich schon mit den Worten verabschiedet: &#8218;Ach, sollte es dich doch mal nach Hamburg verschlagen, dann wird hier immer ein Platz für dich sein.&#8216; Tja, (lacht) damals habe ich mir das noch nicht so gedacht, dass es tatsächlich so kommen wird. Aber dann stand ich nach dem Studium da und dachte mir, OK, wohin soll es jetzt gehen? Und die Antwort war: Geburtshaus Hamburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und da bist du nun! Und du hast gerade auch schon erwähnt, dass das Geburtshaus so die Arbeitsweise darstellt, wie du dir die Arbeit als Hebamme vorgestellt hast. Wie bist du denn überhaupt auf die Idee gekommen, Hebamme zu werden?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hm, also ich bin nicht so eine Hebamme, die das schon von klein auf wusste. Ich hab eigentlich ein Studium im musischen Bereich gestartet, aber dabei hat mir die Arbeit mit Menschen gefehlt und dann hab ich überlegt, was ich machen könnte. Die Idee von Hebamme kam nicht so direkt, sondern die hat mich dann auch so ein bisschen gefunden, denke ich. Irgendwann habe ich einmal davon geträumt, dass ich Hebamme bin. Ich hab meine Cousine, die damals schwanger war, zu ihren Vorsorgeuntersuchungen begleitet. Ich hab die Geburtsberichte von meiner Tante bekommen, die 4 Kinder geboren hat &#8211; 2 davon waren Hausgeburten, was glaub ich auch mein Bild vom Hebammen-Dasein stark geprägt hat. Und dann wurde das Interesse geweckt, mich mit der Thematik zu beschäftigen. Ich hab dann auch zufällig mal ein Praktikum in einem Labor gemacht. Meine liebste Aufgabe dabei war immer das Bestimmen von dem Nabelschnurblut (<em>lacht bei der Erinnerung</em>). Da hab ich immer ganz viele Fragen zu gestellt und irgendwann meinten sie zu mir: &#8218;Ach, wenn du das wissen willst, dann musst du zu den Hebammen gehen.&#8216; Und so bin ich irgendwie von mehreren Seiten damit in Berührung gekommen. Dann hab ich mir gedacht: &#8218;OK, so Hebammen, die hören sich schon ganz cool an.&#8216; (<em>lacht</em>) Und ja, dann hab ich mich mit der Thematik Geburt, Schwangerschaft beschäftigt, denn das ist ja auch keine kleine Entscheidung, die man da trifft. Denn mit dem Beruf geht natürlich auch sehr viel Verantwortung einher und ich wollte mich dementsprechend auch ein bisschen damit konfrontieren, mich selbst auf die Probe stellen und hab das dann getan. Ich war dann mal einen Tag in der Klinik bei mir im Ort, in der ich selbst auch geboren bin und hab einen Geburtsvorbereitungskurs mitgemacht. [Ach cool] Ja, tatsächlich einen Ganzen. Nach dem ersten Kursabend kam ich strahlend nach Hause und wusste: &#8218;Das ist es, was ich machen möchte!&#8216; und dann war es für mich ganz klar – diese Euphorie wurde von meinem Freund damals sogar auf einem Polaroidfoto festgehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und du sagst, du kommst aus dem musischen Bereich. Was hast du da gemacht und machst du davon noch irgendwas beziehungsweise ist es sogar vielleicht in irgendeiner Form Teil von Hebamme sein?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, also Nachgehen tue ich dem natürlich noch immer, weil Musik war schon immer, mein ganzes Leben, Teil von mir, oder ist ein großer, wichtiger Teil in meinem Leben. Dann habe ich eben begonnen zu studieren, auf der Musikuniversität mit Hauptfach Geige aber mit Pädagogik dazu, das heißt, ich wollte da schon irgendwie das Menschliche darin suchen, denke ich. Es waren auch immer die praktischen Übungen, bei denen ich dann mit den Kindern zusammengearbeitet habe, das war eigentlich immer das, was mir am meisten Spaß gemacht hat und hab dann aber auch gemerkt, dass ich Musik mehr für mich machen möchte und nicht um irgendwas damit leisten zu müssen. Deswegen ist es auch jetzt eher mein Ausgleich. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meinem Bruder, der mich fragte, warum mich die Musik nicht mehr so erfüllt. Da meinte ich: &#8218;Ich sehe den Sinn nicht. Als Hebamme mache ich einen Unterschied.&#8216; Aber ich glaube, wenn man mich dann mal kennenlernt, merkt man auch, dass Musik immer so ein bisschen ein Teil von mir ist, denn ich gehe auch viel summend durchs Geburtshaus. (<em>schmunzeln beide</em>) Also ja, vermutlich ist es in der Form in meinem Hebammenwesen mit dabei. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was denkst du, ist deine Stärke, die dich besonders auszeichnet, die du vielleicht jetzt als neue Hebamme mit in unser Team bringst?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, es ist ganz viel Motivation für die Arbeit als Hebamme. Ich glaube, es ist mein Zugang und mein Gefühl für Menschen, meine empathische Art, auch die Motivation im Team zu arbeiten und das ist ja einfach ein großer Teil in der Arbeit im Geburtshaus. Ich bin auch einfach eine Teamplayerin und deswegen genieß ich da den Austausch total. Ich glaub, jede Person, die neu ins Team kommt, bringt auch was Neues mit, weil dann einfach eine neue Rolle besetzt wird. Und ich find es total schön, wie viel Zeit und Raum das auch hier bekommt und dann aber auch die Umsetzung zu erleben &#8211; von diesem sich als Team einspielen zu dann als Team zu agieren. Ja, ich glaub, das ist das, was ich grad so mit reinbringe. Ja, und ich glaub, vor allem der Respekt vor unseren Tätigkeiten und vor der Rolle, die wir bei der Begleitung einfach spielen dürfen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und hast du das Gefühl, du hast deine Rolle im Team schon gefunden, so deinen Platz?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja doch, immer mehr. Am Anfang hinterfragt man jeden Satz, den man sagt, jede Tätigkeit, jeden Vorschlag, den man macht, sage ich das jetzt oder sage ich das jetzt nicht – und man fragt sich, wer bin ich überhaupt. Aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich mich sowohl auf menschlicher als auch auf fachlicher Ebene ganz gut eingegroovt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was würdest du sagen, bedeutet eine gute Geburt für dich?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Puh, ich glaube, (überlegt) eine gute Geburt ist individuell. Eine gute Geburt hat kein Schema XY, nach dem sie ablaufen muss und ich glaube, das ist auch ein wichtiger Aspekt in der Geburtshilfe im Geburtshaus, dass wir einen Rahmen schaffen, in dem die Frau so gebären kann, wie sie das kann und möchte und nicht, wie sie gebären muss. Und ich glaube, wenn man gestärkt aus der Geburtserfahrung hervorgeht, dann war das eine gute Geburt. Egal, nein, egal ist jetzt ein großes Wort, aber in dem Sinn egal, wie die Geburt dann ausgeht, wo der tatsächliche Geburtsort ist, was sich vielleicht für Stolpersteine in den Weg legen, diese einfach auch gut bewältigen zu können, mit einer Begleitung an der Seite, mit der man sich einfach auch gut fühlt, aber es im Endeffekt aus eigener Kraft zu schaffen. Ich glaub, so würde ich es beschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stell dir vor, du dürftest eine Superkraft haben, die dir in der Geburtshilfe hilft. Was wäre deine Superkraft?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">(<em>überlegt lange</em>) Was wäre meine Superkraft? Ich würde sagen, dass man ein bisschen voraussehen kann, wie es weitergeht, aber eigentlich finde ich das ganz gut, dass man das nicht kann. Das würden sich die Paare und Familien manchmal ganz gern von uns wünschen, zu wissen, wie lange geht das jetzt noch oder wie viel Kapazitäten muss man noch irgendwie aufbringen.&nbsp; Manchmal den Frauen zu zeigen, wie viel Kraft in ihnen steckt. Das würde ich gerne können, weil ich das Gefühl habe, manchmal sind die Zweifel an sich selbst als Gebärende so groß, dass man sich damit selbst im Weg steht. Und ich bin immer wieder so beeindruckt von den Frauen, was für Kräfte sie mobilisieren können und dass sie das nicht aus den Augen verlieren, sondern ihnen das einmal zu zeigen, ihnen das Gefühl auch zu geben von ihrer Stärke, dass der Kopf da ein bisschen leiser werden darf und das Körpergefühl und die Intuition lauter gedreht werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche kleine Alltagssache bringt dich zuverlässig zum Lächeln?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Oh. Das ist eine schöne Frage. (überlegt)&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das darf auch ganz losgelöst vom Hebammenkontext sein, also wirklich komplett einfach Alltag.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube ich würde sagen so ein Kontakt zwischendurch mit meinen Herzensmenschen, da sind wir wieder beim Menschenkontakt. Oder auch zum Beispiel von anderen Menschen angelächelt zu werden. Ich würde sagen Lieblingsmusik zu hören und lautstark mitzusingen, richtig leckeres Essen, das mir ein „Mhh“ entlockt, eine Runde über den Markt zu drehen, irgendwas, was mein Herz einfach so ein bisschen höherschlagen lässt oder ein gutes Buch, in dem ich mich so richtig verlieren kann, eine Laufrunde in der Natur; ganz unterschiedliche Dinge, einfach meinen Leidenschaften nachzugehen, würde ich sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und als kleine Abschlussfrage: Wanderschuhe oder Fahrrad?</strong> &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">(<em>lacht</em>) Ich würde sagen, früher waren es die Wanderschuhe, jetzt ist es das Fahrrad. Damit kommt man wesentlich schneller zur Geburt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine letzte persönliche Frage, das Ende vom Interview: Was vermisst du am meisten aus der Heimat?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich so manchen Herzensmenschen, so manches Essen, die Berge und die frischen Seen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist die Alster etwa kein frischer See?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das würde ich jetzt nicht sagen, aber die habe ich jetzt erfolgreich umrundet und die ist auch ganz schön, aber mehr anzugucken, als reinzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Liebe Valentina, vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>



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		<title>Welthebammentag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Geburtshaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 11:45:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Woche haben wir gemeinsam den internationalen Hebammentag&#160;gefeiert. Einen Tag, der uns daran erinnert, wie wichtig eine gute und starke Hebammenversorgung für Familien und Frauengesundheit ist. Doch wir wollten diesen Anlass nicht nur nutzen, um auf die Bedeutung unseres Berufes aufmerksam zu machen, sondern auch, um uns gegenseitig Wertschätzung zu schenken. Hinter jeder Begleitung, jeder [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche haben wir gemeinsam den internationalen Hebammentag&nbsp;gefeiert. Einen Tag, der uns daran erinnert,</p>



<p class="wp-block-paragraph">wie wichtig eine gute und starke Hebammenversorgung für Familien und Frauengesundheit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wir wollten diesen Anlass nicht nur nutzen, um auf die Bedeutung unseres Berufes aufmerksam zu machen, sondern auch, um uns gegenseitig Wertschätzung zu schenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter jeder Begleitung, jeder Geburt, jedem Gespräch und jeder Vorsorge steht eine Hebamme mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung aber auch ihrer Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben uns also den Nachmittag so gut es ging freigenommen, haben uns kollektiv auf unsere Räder geschwungen und sind durch Hamburg gedüst. Mit einer Botschaft, aber auch mit dem Wunsch, dass es dieses Jahr am Hebammentag auch ein wenig um unser eigenes Wohlbefinden geht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir hatten einen schönen Ausflug zusammen, bei dem wir uns austauschen konnten, uns nochmal klar darüber geworden sind warum wir Hamburg lieben (ganz nebenbei) und wir haben es genutzt noch einmal innezuhalten und zu spüren wie schön, wie wichtig, und wie wertvoll Teamarbeit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind so dankbar und glücklich darüber, dass wir diesen Ort des Geburtshauses haben, der uns verbindet in dem, was wir leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke an alle Hebammen – in Kliniken, Geburtshäusern, Praxen, Hochschulen und überall auf der Welt. Wir dürfen stolz auf unsere Arbeit und aufeinander sein. 🤍</p>



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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Helena Meier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Geburtshaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 11:42:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Geburtshaus Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Helena Meier]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Helena, du bist seit drei Jahren Teil des Geburtshauses. Wie hat dich dein Weg ins Geburtshaus geführt? Na, einfacher ist es zu sagen, was mich nach Hamburg geführt hat. Ich bin in Ammersbek bei Hamburg geboren und aufgewachsen, bis meine Eltern mit mir &#8211; als ich 13 Jahre alt war &#8211; aus diesem wunderschönen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Liebe Helena, du bist seit drei Jahren Teil des Geburtshauses. Wie hat dich dein Weg ins Geburtshaus geführt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Na, einfacher ist es zu sagen, was mich nach Hamburg geführt hat. Ich bin in Ammersbek bei Hamburg geboren und aufgewachsen, bis meine Eltern mit mir &#8211; als ich 13 Jahre alt war &#8211; aus diesem wunderschönen Fleckchen Erde weggezogen sind. Schon damals habe ich mir gesagt, dass ich wieder zurück nach Hamburg kommen werde. Bis dahin habe ich viele Jahre in NRW gelebt und unter anderem meine Ausbildung in Bensberg (bei Köln) gemacht. Dort habe ich eine ganz wunderbare und prägende Zeit verbracht. Dennoch habe ich irgendwann gemerkt, dass ich mich geografisch wie auch beruflich nochmal verändern will. Ich habe also beschlossen: Ich gehe zurück nach Hamburg, weil ich in diese Stadt zurück möchte. Und ich wusste, da gibt es auch ein Geburtshaus. Also habe ich nachgefragt, ob es dort für mich einen Platz gibt. Ich wäre zwar auch ohne die Stelle im Geburtshaus wieder nach Hamburg gekommen, aber ich war auch recht penetrant und habe euch schon vor meinem Umzug immer wieder daran erinnert, mich nicht zu vergessen. Als es dann hieß „Bewirb dich“, habe ich Ende 2022 meine Bewerbungsunterlagen geschickt, und nach einer Hospitation eine Zusage für Mitte Mai bekommen. Letztendlich habe ich schon früher anfangen können, sodass ich zeitgleich mit dem Geburtshaus meinen neuen Lebensabschnitt in Hamburg beginnen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du hast gesagt, du wolltest dich beruflich verändern. Wie hat dein Berufsleben vor dem Geburtshaus ausgesehen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe direkt nach der Ausbildung ein halbes Jahr angestellt in meiner Ausbildungsklinik gearbeitet. Eigentlich hatte ich die Vorstellung, dort zwei Jahre zu arbeiten, Klinikerfahrung zu sammeln und dann zu „Ärzte ohne Grenzen“ zu gehen. Schon bald haben mich aber sehr tolle und fachlich gut aufgestellte Kolleginnen gefragt, ob ich Beleghebamme in ihrem Team <em>(in Bensberg)</em> werden möchte. Ich musste das zwar erst ein bisschen sacken lassen, da klar war, dass ich die Frauen dann in der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett begleiten würde. Aber mir war klar, dass ich gute Schwangerschaftsbegleitung insbesondere bei diesen Kolleginnen lernen kann, weil ich ihre Arbeit bereits aus der Ausbildung kannte und sehr wertgeschätzt habe. Da ich längerfristig in die Außerklinik oder mindestens in die Eins-zu-Eins-Betreuung wollte, war es also nur eine vorgezogene Entscheidung. Mir war sehr bewusst, wieviel schönere Arbeit das unter den Bedingungen ist. Auch aufgrund der Tatsache, dass es so sicher und frauenzentriert ist, was in der Wissenschaft ja auch eindrücklich belegt ist. Damals hätte ich das noch gar nicht so benennen können, auch wenn es mir sehr bewusst war. Ich habe mich also entschieden in das Beleghebammen-Team meiner Ausbildungsklinik einzusteigen. Das hatte die Vorteile, dass ich die Strukturen kannte, nicht lernen musste, mich gegen neue Ärzte durchzusetzen und keine neuen Standards verinnerlichen musste. Herausfordernd hingegen war die Dauerrufbereitschaft über vier Jahre hinweg, ebenso wie das Arbeiten unter weiterhin klinischen Bedingungen. Insbesondere in der individuellen Betreuung können vorgegebene Zeitlimits oder andere Vorgaben nicht immer passend sein. &nbsp;Der individuelle Weg wird so häufig in seiner Individualität verkürzt. Da wurde mir klar: jetzt kommt was anderes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du hast gesagt, du wusstest immer, dass du in die Eins-zu-Eins-Betreuung möchtest. Wusstest du schon immer, dass du Hebamme werden willst?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, ich wusste nicht schon immer, dass ich Hebamme werden möchte <em>(lacht)</em>. Ganz und gar nicht. Auf die Frage „Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“ &nbsp;habe ich als Kind mit „Polizistin“ geantwortet und als ich älter wurde gab es dann länger ein großes Fragezeichen. Ich habe immer viel Musik gemacht. Ich spiele Geige und Klavier, wollte auch mal Trompete lernen. Zwischendurch stand dann ein Musikstudium im Raum, da hat mir aber irgendwie die Arbeit mit und am Menschen gefehlt. Aber ich hatte viele Ideen: von Musiktherapie über Psychologie oder sogar KFZ-Mechatronikerin. Dann stand auch noch Krankenschwester im Raum, da meine Eltern beide beruflich Berührungspunkte damit haben und sie in meiner Kindheit immer Lösungen für alle körperlichen Probleme hatten. Im Nachhinein würde ich aber sagen, dass mir in dem Beruf irgendwie das selbstbestimmte Arbeiten fehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe als heranwachsende also ein sehr freigeistiges, aber irgendwie auch vernünftiges Leben geführt. Ich habe mein Abitur gemacht, dann etwas gearbeitet, um schließlich zu reisen. Ich habe versucht selbstständig zu leben und herauszufinden, was ich beruflich werden will. &nbsp;Als ich Anfang 20 war, hat meine Mutter irgendwann nochmal von ihren Geburten erzählt. Wir sind vier Kinder, von denen drei zu Hause geboren wurden. Sie hat so schön von ihren Geburten und besonders auch von den begleitenden Hebammen erzählt. Es war in ihrer Erzählung klar, wie frei und selbstbestimmt sie ihre Geburten erleben durfte. Ihr kommen auch heute noch die Tränen vor Glück, wenn ich aus meinem Berufsalltag erzähle. Bei meiner Patentochter in der Nachbarschaft gab es dann eines Tages eine Feier und ich habe mit einem halben Ohr das Gespräch einer Hebamme verfolgt, die gerade ein Angebot aus Neuseeland bekommen hatte, um dort zu arbeiten. Da wusste ich sofort: Ok, ich werde Hebamme und wandere aus <em>(lacht)</em>. Da war das erste Mal ein lautes „Ja“ in meinem Kopf und auch die Rückmeldungen aus meinem Umfeld waren durchweg positiv. Ich habe also ein Praktikum in Bensberg im Kreißsaal gemacht und nach der ersten Geburt die ich dort sehen durfte, war klar: Ich werde Hebamme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was hat sich für dich geändert seitdem du im Geburtshaus bist?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann ich ganz klar sagen. Mir ist es an der Stelle wichtig, kein Bashing der verschiedenen Geburtsorte zu machen. Ich habe auch in der Klinik total gute Geburtshilfe gesehen und gemacht. Aber meine Wahrnehmung ist die, dass in der Klinik überwiegend Geburts<em>hilfe (betont)</em> umgesetzt wird und ich in der Außerklinik Zeit für Geburts<em>begleitung (betont) </em>habe. Was sich für mich seitdem verändert hat ist, dass ich noch mehr Demut gegenüber dem Prozess der Geburt, des Elternwerdens und des Mutterwerdens gewonnen habe; die Frau in ihrem Prozess der Schwangerschaft, in der Geburt und in der Zeit danach zu begleiten. Meine Hebamme hat wohl damals zu meiner Mutter gesagt „Ich weiß nicht, was passieren wird, aber ich weiß, was ich dann machen muss“. Dieser Satz hat sich für mich in der Außerklinik nochmal total gefestigt. Ich bin der begleitende Faktor, immer in der Präsenz und der Bereitschaft meine Aufgabe zu erfüllen, sobald sie Aktivität erfordert. Auch die Möglichkeit dem Prozess Zeit zu geben hat sich verändert. Und für mich persönlich auch die enge und innige Teamarbeit. Das Geburtshaus als einen Teil von mir zu verstehen und in diesem Teil einer kollektiven Verantwortung zu sein. Diese Verantwortung spüre ich sehr (<em>starke Betonung</em>) und gleichzeitig bin ich &#8211; sind wir &#8211; durch das Geburtshaus gehalten. Es hat mich als Hebamme extrem gestärkt, in der Außerklinik zu arbeiten. Mein Hebammenbewusstsein hat sich erweitert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wo siehst du dich in 10 Jahren?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In 10 Jahren bin ich fast 46 Jahre alt. Es gibt zwei Gehirnhälften, die da sprechen: das Realitätshirn und das fantastische Hirn. Der realistische Anteil in mir macht erstmal eine Perspektive von 15 Jahren auf. Das fantastische sieht mich dann in einem kleinen Wohnwagen oder kleinen Häuschen mit einer eigenen kleinen Praxis: Dort mache ich ganz viel EMH (Effektive Manuelle Hilfe), also eine intensive körperliche Art des Arbeitens. Ich finde es einfach faszinierend, wie viel der Körper eines Menschen den wertfreien Händen eines anderen erzählen möchte. Im affektiven Kontakt ist der Körper eines Menschen selbstbestimmt in der Lage zu zeigen, was er zeigen &#8211; ja fast sagen &#8211; möchte. Diesen Raum zu schaffen, den Körpern der Frauen zu zeigen „jetzt darfst du erzählen“, da sehe ich mich sehr. Gleichzeitig sehe ich mich in 10 Jahren noch nicht komplett abgekapselt vom Geburtshaus. Das ist auch ein gutes Gefühl.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich möchte noch einmal in dein fantastisches Hirn gucken: Wenn du frei entscheiden könntest, wie die Geburtshilfe in Deutschland in der Zukunft aussieht, wie wäre sie idealerweise?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Lacht und krempelt sich die Arme hoch)</em> Ok! Ich sehe ganz viel Aufklärungsarbeit über das Denken, Handeln und Fühlen. Das all die Mythen die aktuell kursieren und die so einer Starrheit unterliegen, aufgehoben werden können. Ich würde gerne Bewegung in die Geburtshilfe bringen. In meiner Vision würden alle Berufsgruppen der Geburtshilfe, wie in einem Rotationssystem, Einblicke in andere Bereiche erhalten und so ihren eigenen Blick, ihre eigene Starrheit, weich werden lassen. Dass wir alle aufgehört haben, nur in unserer eigenen Blase Wahrheit zu finden. Ich hätte Lust, dass es in Zukunft vielmehr interdisziplinäre Präventionsarbeit gäbe. Dass jede Schwangere von der Krankenkasse finanziert eine Massage im Monat erhalten kann. Einer Mutter von beispielsweise vier Kindern die Zeit zu geben, einmal im Monat in ihren Körper zu finden. Einmal im Monat für 45 Minuten nichts leisten zu müssen. Meinetwegen auch die Väter, aber da bin ich noch nicht <em>(lacht)</em>. Und insbesondere wäre es mein Traum, dass wir alle wieder in die Demut kommen und Raus aus der Arroganz, zu wissen oder zu glauben, dass irgendjemand einen allgemeingültigen, ewigen, heiligen Gral gefunden hat. Wieder die Offenheit zu besitzen, dass das, was wir heute machen in 10 Jahren ganz anders aussehen kann. Das wir mit aktuellem Wissen arbeiten. Frei nach dem Motto „Ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber das, was ich denke zu wissen, damit gehe ich gut um“. Ich hoffe es gibt dann Räume für Gesundheit, Räume für Krankheit und Räume für alles dazwischen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was würdest du werdenden Müttern und werdenden Eltern gerne mit auf den Weg geben, für die Reise, die auf sie zukommt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seid mutig!<em> (Pause)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr seid nicht alleine.<em> (Pause)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und geht in Kommunikation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hafengeburtstag oder Karneval?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hafengeburtstag <em>(eindrücklich überzeugt)</em>. Ich war zwar noch nie da <em>(lacht)</em>, aber ich mag diese Hamburger Mentalität so, so gerne. Ich hatte schon sehr schönen Karneval, aber ich bleibe bei Hafengeburtstag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Liebe Helena, vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Das Interview wurde am 30.03.2026 von Lotte Schröter geführt)</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2026/04/HelenaMeier-1.jpg" alt="" class="wp-image-1267" srcset="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2026/04/HelenaMeier-1.jpg 1024w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2026/04/HelenaMeier-1-980x654.jpg 980w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2026/04/HelenaMeier-1-480x320.jpg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>
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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Monika Schmidt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2024 09:35:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder können ruhig kommen]]></category>
		<category><![CDATA[Monika Schmidt]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Monika, wie schön, dass du jetzt bei uns bist. Du bist mittlerweile ein fester Bestandteil für uns Hebammen und das gesamte Geburtshaus und bringst ja schon etwas Erfahrung mit, sowohl außerklinisch als auch aus der Klinik. Magst du uns davon ein wenig berichten? Ja, gerne. Die meiste Zeit habe ich in Kliniken gearbeitet (6 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Monika, wie schön, dass du jetzt bei uns bist. Du bist mittlerweile ein fester Bestandteil für uns Hebammen und das gesamte Geburtshaus und bringst ja schon etwas Erfahrung mit, sowohl außerklinisch als auch aus der Klinik. Magst du uns davon ein wenig berichten?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, gerne. Die meiste Zeit habe ich in Kliniken gearbeitet (6 Jahre). Ich bin jetzt tatsächlich schon 9 Jahre Hebamme (lacht).<br>Ich habe erst in Münster gearbeitet in einem kleinen Kreißsaal, bevor ich für zwei Jahre in Peru gearbeitet habe. Dies war meiner Arbeit in der Außerklinik sehr ähnlich. Es gab dort keine starken Schmerzmittel, die Hebammen haben sehr autonom gearbeitet.<br>Nach Peru bin ich für eine kurze Zeit nach Wuppertal, sowohl in eine Klinik als auch im Anschluss in ein Geburtshaus. Die Klinik, in der ich kurze Zeit gearbeitet habe, war auch die Kooperationsklinik für das Geburtshaus, das war eine sehr interessante und spannende Erfahrung und hat schöne Vorteile gebracht.<br>Auch wenn ich sehr gerne in Wuppertal im Geburtshaus gearbeitet habe, so hat die Liebe mich nach Hamburg geführt und damit auch ins Geburtshaus hier in Altona.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><em>Was ein Glück für uns! 🙂 Was war der Unterschied dort zum jetzigen Arbeiten im Geburtshaus hier in Hamburg?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube der größte Unterschied ist, dass wir im Team betreuen. Das gibt mir als Person total viele Freiheiten durch die geregelten Dienste und ich sehe auch einfach den Vorteil darin, gemeinsam zu betreuen, weil wir uns als Team unglaublich gut ergänzen können. Jede Hebamme bringt wichtige Dinge und Kompetenzen mit. Das war neu und anders für mich, aber im Prinzip ist das außerklinische Arbeiten ähnlich und ist auch so, wie ich arbeiten möchte. Ich kann mir im Moment nichts anderes vorstellen und es war auch immer das, wo ich irgendwann landen wollte, eigentlich seit meiner Ausbildung.<br><br><em>Würdest du sagen, dass deine Zeit in Peru deine Einstellung zu Geburt und deine Arbeit stark geprägt haben?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, total tatsächlich. Es war auch so der letzte Schubser, den ich gebraucht habe, um den Schritt in die Selbstständigkeit (in der außerklinischen Geburtshilfe) zu gehen. Ich durfte erfahren, dass Geburt unglaublich komplikationsarm abläuft, wenn man wenig eingreift, wenn man Geburt in Ruhe lässt und sein lässt. Wir haben in Peru sehr wenig interveniert, nur wenn es notwendig war, was selten vorkam. Ich habe gemerkt, eigentlich muss Geburt anders laufen, eigentlich müssen wir Geburt einen anderen Rahmen geben. Wir kannten die Schwangeren, wir haben Eins zu Eins Betreuung geleistet, und ich habe erlebt – das macht Geburt sicher. Und für mich war klar: Ich möchte nicht anders arbeiten. Ich möchte diese Qualitätsmerkmale haben in meiner Arbeit. Und es macht mir einfach mehr Spaß 🙂<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Verglichen mit den Erfahrungen, die du in der Klinik gemacht hast und mit denen du in die Selbständigkeit gestiegen bist&#8230; ist es so, wie du es dir vorgestellt hast?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstständigkeit bedeutet für mich, viel mehr Freiheiten genießen zu können. Hierarchiefreies Arbeiten im Team ist mir unglaublich wichtig, genauso wie demokratisch Entscheidungen zu treffen.<br>Ich finde auch, dass die Veränderungsprozesse viel schneller sind. Wenn auf Grund einer neuen Evidenz oder neuen Erkenntnis etwas umgestellt werden soll, dann geht das deutlich schneller in einem selbständigen Team, das schnell unabhängig Entscheidungen treffen und umsetzen kann.<br>Wir sind Hebammen, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit, ob Kurse, Geburtshilfe, Nachsorgen und so weiter selbst entscheiden können. Ich bin darin sehr autonom und frei in meinen Entscheidungen, das ist ein schönes Arbeiten.<br><br><strong><br></strong><em>Was begeistert dich an Geburt?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geburtshilfe ist für mich das Herzstück der Hebammenarbeit. Ich mag die umfassende Betreuung rund um Schwangerschaft über Geburt bis zur Nachsorge. Dennoch liebe ich insbesondere Geburtsbetreuungen. Mich begeistert Geburt, weil sie eigentlich so ein Selbstläufer ist. Wenn man Geburt einen geschützten Rahmen gibt, kümmert sie sich um sich selbst. Und der Körper schützt sich selbst in den aller meisten Fällen. Klar, es gibt Ausnahmefälle und dafür ist es so wichtig, dass es Hebammenbetreuung gibt – sei es zuhause, im Geburtshaus oder in einer Klinik. Es begeistert mich, dass Frauen einfach gebären können aus eigener Kraft. Dafür braucht es einen geschützten Rahmen, in dem man sich fallen lassen kann und sich sicher fühlt –&nbsp;und dann ist es schön, wie Kinder einfach kommen können.<br>Jede Geburt hat eine Geschichte zu erzählen. Das, was bei der Geburt, beim Paar, zuhause oder im Geburtshaus oder gegebenenfalls auch bei einer Verlegung passiert. Das erzählt immer eine Geschichte. Und ich finde, Geburt kann extrem beschenken.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Danke für diese schönen Worte Moni, und für deine Perspektive auf unsere gemeinsame Arbeit.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Das Interview führte Nina Lück</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/05/MonikaSchmidt-1.jpg" alt="" class="wp-image-1269" srcset="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/05/MonikaSchmidt-1.jpg 1024w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/05/MonikaSchmidt-1-980x654.jpg 980w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/05/MonikaSchmidt-1-480x320.jpg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>
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		<title>Wir stellen das Team vor – heute mit Fragen an Janaína Pantke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2023 16:54:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshaus Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hebamme]]></category>
		<category><![CDATA[Janaina Pantke]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Janaína, warum bist Du Hebamme geworden? Das Feld der Medizin und Biologie faszinieren mich schon seit langem. Nach meinem Abitur habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Klinik absolviert, dort konnte ich erste Eindrücke in der Pflege sammeln. Die Frage, ob ich Medizin studieren oder lieber „praktisch“ lernen sollte, hat mich daraufhin lange [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Janaína, warum bist Du Hebamme geworden?</em><br><br>Das Feld der Medizin und Biologie faszinieren mich schon seit langem. Nach meinem Abitur habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Klinik absolviert, dort konnte ich erste Eindrücke in der Pflege sammeln. Die Frage, ob ich Medizin studieren oder lieber „praktisch“ lernen sollte, hat mich daraufhin lange beschäftigt. Über ein Praktikum in einem Berliner Krankenhaus konnte ich dann den Hebammenberuf näher kennenlernen und mich für diese Arbeit begeistern. Daher hab ich mich dafür entschieden, ein duales Studium aufzunehmen. Ich habe als einer der letzten eine klassische Hebammenausbildung absolviert und zeitlgleich meinen Bachelor gemacht, den ich ein Jahr später abschließen konnte. Es war eine anstrengende Zeit durch die Doppelbelastung, aber ich konnte sehr viel davon mitnehmen. Ich habe sowohl bei meiner praktischen Arbeit im Krankenhaus als auch in den Externaten bei drei freiberuflichen Hebammen die Vielfalt des Berufes noch mehr schätzen gelernt. Das theoretische Wissen von Ausbildung und Studium hat mir einen neuen Blick auf die Geburtshilfe gegeben und mein Wissen sehr bereichert. Es war genau der richtige Weg für mich.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wie bist Du ins Geburtshaus gekommen?&nbsp;</em><br><em><br></em>Nach den praktischen Erfahrungen im außerklinischen Bereich fiel es mir immer besonders schwer ins Krankenhaus zurückzukehren. Hier konnte ich dem Anspruch an meine Arbeit und den Frauen nicht gerecht werden. Oft habe ich mehrere Frauen gleichzeitig betreuen müssen, und häufig konnte ich die Frauen vorher nicht kennenlernen. Mit diesen Erfahrungen und meinem Bewusstsein, wie die Betreuung in der außerklinischen Geburtshilfe aussieht war klar, wie ich arbeiten möchte. Ursprünglich wollte ich immer zurück nach Berlin, aber ich hatte angefangen, Hamburg lieben zu lernen und so habe ich mich für das Geburtshaus entschieden. Nach kurzer Hospitation folgte eine längere Zeit der Einarbeitung. Ich bin jetzt seit Oktober 2022 dabei und mache Geburtshilfe, Vorsorge und Wochenbettbetreuung in Eimsbüttel und Altona.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was gefällt die besonders?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin sehr glücklich in meinem Beruf. Jede Geburt ist ein unvergleichliches und unvergessliches Erlebnis mit vielen schönen Momenten. Wenn die Eltern so glücklich und berührt sind, bin ich sehr dankbar diese Momente mit ihnen teilen zu dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was machst du nach einer Geburt</em>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nach der Geburt“ ist oft abends oder nachts. Die Paare mit Baby gehen meist so drei bis vier Stunden nach der Geburt nach Hause. Wir Hebammen bleiben ein bisschen länger, räumen auf und reinigen die Räume. Ich fahr dann mit meinem Rad nach Hause und genieße die frische Luft.&nbsp;<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was fällt dir leicht, was fordert heraus?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde sagen, ich kann mich gut in die Frauen, in ihre Gefühle und Stimmungen hinein versetzen. Das hilft mir für meine Arbeit sehr. Manchmal ist es herausfordernd für mich, mich abzugrenzen. Meine Arbeit sehe ich als Berufung, daher ist es oft schwer, Abstand zu finden.&nbsp;Was mir hilft ist Sport, Treffen mit Freund:innen und Zeichnen. Ganz besonders für mich ist aber die Arbeit hier im Team. Von meinen Kolleginnen bekomme ich starken Rückhalt. Der Umgang ist wertschätzend und immer auf Augenhöhe, egal wie lange man dabei ist. In unseren wöchentlichen Teamsitzungen tauschen wir uns aus und wer Entlastung braucht, bekommt sie auch.&nbsp;<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was machst du Weihnachten?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe tatsächlich Dienst an Heiligabend. Darauf freue ich mich. Es wird bestimmt ungewohnt ohne Freunde und Familie zu sein, aber ich stelle mir vor, dass es im Geburtshaus besonders ruhig und gemütlich wird. Und dann lass ich mich überraschen von dem, was da kommt.&nbsp;<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>… und was wünschst du dir?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit Freud:innen und Familie habe ich häufig das Gefühl, dass viele die Aufgaben der Hebammen nicht kennen und nicht wissen, wie vielseitig unser Beruf ist. Ein falsches Bild wird unter anderem durch Filme schon früh suggeriert. Es müsste viel mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden und diese sollte am Besten schon in der Schulzeit beginnen, ganz im Sinne eines Empowerments der Frauen. In Deutschland geht es immer sehr um Krankheitsbehebung und wenig um Krankheitsprävention bzw. Gesundheitsförderung durch die Salutogenese. Ich sehe da ein großes Defizit des deutschen Gesundheitssystems und denke gerade Schwangere könnten von diesem Ansatz profitieren. Ich wünsche mir, dass wir uns mehr in die Richtung Gesundheitsförderung bewegen. Ich finde, dass das Geburtshaus das schon gut umsetzt, durch unsere empowernde Arbeitsweise und die Körperarbeit mit Techniken zur Entspannungsförderung und Stressreduktion.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Kannst du dich entscheiden für Elbe oder Alster?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Berlinerin sage ich Spree, aber die Elbe mit dem Elbstrand kann durch meine Liebe zum Meer ein bisschen mithalten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Janaína, vielen Dank für das Gespräch und einen besonders schönen Heiligabend!</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/JanainaPantke-1.jpg" alt="" class="wp-image-1271" srcset="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/JanainaPantke-1.jpg 1024w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/JanainaPantke-1-980x654.jpg 980w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/JanainaPantke-1-480x320.jpg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>
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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Vukani Lawrence</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 13:26:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf Hebamme]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinder können ruhig kommen]]></category>
		<category><![CDATA[Vukani Lawrence]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Vukani,nun bist du auch schon einige Monate Teil des geburtshilflichen Teams im Geburtshaus Hamburg. In der Zusammenarbeit mit dir fällt immer wieder auf, dass dich mit dem Stadtteil viel verbindet. Magst du uns erzählen, wie und wo du aufgewachsen bist? Ich bin hier großgeworden – hier in Ottensen. Ich bin regelmäßig am Geburtshaus vorbeigelaufen, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Liebe Vukani,<br>nun bist du auch schon einige Monate Teil des geburtshilflichen Teams im Geburtshaus Hamburg. In der Zusammenarbeit mit dir fällt immer wieder auf, dass dich mit dem Stadtteil viel verbindet. Magst du uns erzählen, wie und wo du aufgewachsen bist?</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Ich bin hier großgeworden – hier in Ottensen. Ich bin regelmäßig am Geburtshaus vorbeigelaufen, da ich in der Rothestraße zur Schule gegangen bin. Meine Eltern wohnen auch noch hier und meine jüngere Schwester ist nur für ihr Studium weggezogen. Sie macht diese Woche ihr Staatsexamen in Medizin und wird dann Ärztin.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Es scheint Bezugspunkte zu dem Berufsfeld in deiner Familie zu g</em>eben?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezugspunkte gibt’s eigentlich nicht, höchstens die soziale Arbeit. Meine Mutter arbeitet in einem Frauenhaus, für ein halbes Jahr habe ich das auch gemacht, außerdem habe ich in einer Grundschule und im Hospiz gearbeitet. In all meinen Praktika ging es immer um Menschen, mir am am liebsten um Frauen und Kinder. Mit 20 Jahren habe ich ein FSJ in Peru in einem Kinderheim gemacht, gearbeitet hab ich dort mit Kindern, die 12 bis 18 Jahre alt waren. Das war eine heftige Erfahrung für mich, noch dazu kam, dass ich vorher kein Spanisch sprach. Hier begegnen wir im Alltag selten Menschen, die heftige Gewalterfahrungen gemacht haben. In dem Heim lebten Kinder, von denen viele während einer Vergewaltigung entstanden sind &#8211; sie sind häufig die Leidtragenden. Die Mädchen wurden meist von ihren Familie verbannt. Sie alle lebten wie im Gefängnis, hinter Mauern, die Kinder sind aus dem Heim nie rausgekommen. Die dreijährigen Kinder konnten teilweise noch nicht laufen oder noch nicht sprechen, weil ihre Beziehungen von Beginn an so gestört waren und keine Förderung stattfand.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Da wusstest du also noch nicht, dass du mal Hebamme werden willst. Erinnerst du dich an den Moment …</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz genau! Nach dem FSJ bin zurück gekommen und hab wieder bei meinen Eltern gewohnt. Ich wusste nicht, was ich machen wollte. Zunächst habe ich am Käsestand auf dem Markt gearbeitet. Irgendwann habe ich mit meiner Mutter eine Dokumentation über Beleghebammen gesehen. Das ist es, hab ich mir gedacht. Da fängt es nämlich an, bei der Schwangerschaftsbegleitung oder von mir aus auch schon bei der Sexualberatung, ab da können wir Einfluss nehmen, eine Welt mit glücklichen Menschen zu haben. Und mit guten Menschen. Es ist wichtig, dass der Anfang stimmt. Jemanden so zu begleiten, dass der Start mit Schwangerschaft und Geburt gut ist, machte einen guten Bindungsaufbau möglich. Auch wenn die Frau das Kind nicht behalten kann, weil sie vergewaltigt wurde oder so, ist eine gute Schwangerschaft und eine gute Geburt für als Beteiligten wertvoll. Um zu erfahren, ob ich das überhaupt kann, hab ich erst mal ein Praktikum gemacht. Ne schlechte Hebamme braucht kein Mensch, dachte ich mir.<br></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Du sagst, dein Hauptbeweggrund war es, einen möglichst guten Start ins Leben zu gewähren. Wie findest du diesen Aspekt in deiner alltäglichen Arbeit wieder?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In meiner Arbeit habe ich alle Bereiche, die dazu gehören gebündelt. In der ganzheitlichen Betreuung mache ich Vorsorgen, Geburtsvorbereitung und arbeite am Wochenbett.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Als Hebamme hast Du hast langjährige Erfahrung in der Klinik gesammelt. Du sagst, dass Du erst jetzt ganzheitlich agierst. Was sind für dich die größten Unterschiede in der Arbeit zwischen der klinischen und der außerklinischen Tätigkeit?</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt viel näher dran bin an Physiologie, als ich es vorher jemals war. In der Klinik gibt es Entscheidungen, die sich für mich nicht richtig angefühlt haben. Diese aber dennoch mittragen zu müssen, fand ich nicht schön.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>War dir dieser Aspekt in der Klinik schon bewusst, oder ist es dir erst im Verlauf bewusst geworden?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nee, ich habe schon ganz am Anfang gesagt: Irgendwann gehe ich ins Geburtshaus. Ich habe das als eine noch größere Verantwortung empfunden. Ob ich das immer noch so sehe, kann ich gerade nicht beurteilen. Am Anfang hat für mich eine große Rolle gespielt, dass immer jemand da ist, wenn ich alleine überfordert bin oder mich korrigiert, wenn ich nicht das Richtige mache. In der ersten Klinik, in der ich gearbeitet habe – ein toller kleiner Kreißsaal, quasi hebammengeleitet – war für mich deutlich spürbar, wo unser Tanzbereich ist und was geschieht, wenn es Auffälligkeiten gibt. Leider hieß es dann schnell: Bereiten Sie schon mal die Sectio vor. Mir wurde klar, wo sich Bereiche überschneiden und an welcher Stelle ich gern mitentscheiden würde. Ärztinnen und Ärzte sind meistens nicht so nah an den Frauen sondern viel an sich selbst und am System. Die stellen sich der Frage, wie man physiologisch unterstützen kann oft gar nicht.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><br><em>Was macht für dich eine gute Geburt aus? Kannst du drei Kernaspekte zusammenfassen?</em><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es wichtig, die Frau abzuholen, egal an welchem Punkt sie steht, damit sie in ihre eigene Kraft gehen kann. Da sehe ich unsere Aufgabe. Der Trugschluss in der Klinik ist häufig, dass wir das Kind rausholen müssen. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass die Frau es schafft, ihr Kind rauszuarbeiten. Das ist nicht immer nur schön, aber manchmal haben Familien trotzdem ein schönes Geburtserleben, weil sie die Chance hatten aktiv zu sein und selbst etwas auszuprobieren.<br>Natürlich auch, dass ein gesundes Kind dabei rauskommt. Und da spielt ganz arg Zeit eine Rolle. Ihre eigene Zeit. Man muss für Geburt einen Raum schaffen, in dem die Frau ihre Kraft, in ihrer Zeit und mit ihrem Tempo entfalten kann.<br></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Was macht dich als Hebamme aus?</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><br>Meine Stärken ist die Empathie, denke ich. Ich glaube ich kann Frauen gut abholen. Auch weil es mein unbedingtes Anliegen ist. Ich glaube ich bin auch nahbar und kann signalisieren, dass man mit mir reden kann. Egal ob es darum geht, dass sich jemand etwas wünscht, was ich noch nicht gebe oder es gerne anders hätte. Und ich habe ganz viel Vertrauen in Geburt und die Physiologie. Dass es funktioniert wenn es drauf ankommt, auch mit Unterstützung natürlich – aber, dass es funktioniert. Und dass Mutter und Kind (aller meistens) die Möglichkeiten in sich tragen, zu einer guten Geburt zu kommen. Und dass ich meistens Ideen habe, um zu fördern ohne zu fordern.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em><br>Gibt es Visionen, die du als Hebamme hast? Für dich persönlich oder für den Beruf?</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><br>Oh, ja klar! Wir sind leider noch nicht da, wo wir sein müssten, schon lange sein könnten in diesem reichen Land. Das, was sie jetzt schon vorhaben finde ich echt smart: Geburt mit in Grundversorgung einbauen. Weil genauso wie wir alle sterben, werden wir alle geboren. Und dass der Start entscheidend ist, wusste ich schon mit 20, wahrscheinlich noch früher. Ich kenne das Gefühl noch aus der Grundschule: Dieses Kind hat es schwerer als ich. An manchen Stellen haben wir schon erkannt, dass Prävention wichtig ist, regelmäßige gynäkologische Vorsorgen zum Beispiel. Dass Hebammenarbeit so schlecht bezahlt wird und dass es dementsprechend für viele ein wenig attraktiver Beruf ist, ist einfach dumm. Zudem auch noch anstrengende und beschwerliche Ausbildungsvoraussetzungen zu schaffen, dass für manche der Beruf schon von vorn herein kaputt geht, ist für mich eine politische Frage, die definitiv geklärt werden muss &#8211; an oberster Stelle. Und das ist auch möglich. Eigentlich betrifft es uns ja alle und wir können uns alle dafür stark machen. Das tun Hebammen leider noch nicht genug &#8211; und ich leider auch noch nicht. Aber wenn ich irgendwann nicht mehr unter eine Frau in Froschhaltung krabbeln kann, dann gehe ich vielleicht in die Politik, mal schauen. Ich hoffe wir treffen uns da.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em><br>Wenn du nicht Hebamme bist, womit verbringst du am liebsten deine Zeit?</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><br>Meine erste große Leidenschaft war Fußball. Wenn man im Verein ist, spielen Regelmäßigkeiten eine große Rolle, das ist für Hebammen schwierig. Jetzt gerade bin ich wieder am Suchen. Früher war ich Leistungssportlerin, mit dem Ende dieser Zeit habe ich mich noch nicht so ganz abgefunden. Ich hätte gerne wieder ein sportliches Ziel, aber da ich zwei Verletzungen in den Beinen hatte, bin ich noch nicht wieder so weit. Gerade geht es also eher darum, mehr bei mir anzukommen, mich wieder neu einzufinden in meinem Leben, da es sich im letzten Dreiviertel-Jahr komplett geändert hat. Nur die Umgebung ist die alte .</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Was wäre dein liebstes Wochenbettgericht?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Ich könnte mir vorstellen, mir von meiner Mutter ein Curry kochen zu lassen. Vielleicht ein Fisch-Curry. Mein Vater ist Südafrikaner. Das Rezept kommt eigentlich daher, aber es ist ursprünglich aus der indischen Küche.<br>Was ist dein Lieblingskäse beim Käseberg?<br>Jetzt gerade mag ich am liebsten Gute-Laune-Käse. Den gibt’s auch bei Alnatura.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Das Interview mit Vukani Lawrence wurde am 16.06.2023 von Sophie-Charlotte Schröter geführt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/06/VukaniLawrence-1.jpg" alt="" class="wp-image-1273" srcset="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/06/VukaniLawrence-1.jpg 1024w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/06/VukaniLawrence-1-980x654.jpg 980w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/06/VukaniLawrence-1-480x320.jpg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>
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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Chiara Scalisi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 18:36:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Chiara Scalisi]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshaus Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hebamme]]></category>
		<category><![CDATA[selbstbestimmte Geburt]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Chiara, kannst du uns erzählen, wie und wieso du Hebamme geworden bist? Auf die Frage, wieso ich Hebamme geworden bin, habe ich keine genaue Antwort. Es war ein Zufall, da ich eigentlich Ärztin werden wollte. Die Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium hatte ich nicht im ersten Anlauf geschafft, für das Hebammenstudium war ich allerdings auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><br><em>Liebe Chiara, kannst du uns erzählen, wie und wieso du Hebamme geworden bist?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, wieso ich Hebamme geworden bin, habe ich keine genaue Antwort. Es war ein Zufall, da ich eigentlich Ärztin werden wollte. Die Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium hatte ich nicht im ersten Anlauf geschafft, für das Hebammenstudium war ich allerdings auf einer Warteliste und wurde nach einem Monat angerufen, dass ein Platz frei geworden sei. Nach kurzer Überlegung habe ich mich entschieden es zumindest auszuprobieren. <br><br><strong>Ich kann also nicht wirklich sagen, warum ich Hebamme geworden bin &#8211; aber ich kann dir sagen, warum ich Hebamme bin. </strong>Da man in Italien erst im dritten Studienjahr Geburten sieht, hat sich auch erst in dieser Zeit die Leidenschaft für Geburtshilfe entwickelt, ich bin dann Hebamme geworden und anschließend nach Deutschland gegangen, um dort zu arbeiten. Dafür war ich mit einer Organisation die Hebammen und Pflegekräfte für Deutschland rekrutiert für vier Monate in Spanien. Ich habe Deutsch auf dem Level B2 gelernt und anschließend wurden wir an Krankenhäuser vermittelt. Da ich in eine große Stadt wollte, habe ich mir Hamburg ausgesucht und angefangen in einer Klinik zu arbeiten. Nach etwa 5 bis 6 Jahren habe ich gemerkt, warum ich Hebamme bin. Ich kann also nicht wirklich sagen, warum ich Hebamme geworden bin, aber ich kann dir sagen, warum ich Hebamme bin. Ich habe realisiert, wie wichtig es ist Hebamme zu sein &#8211; für die Gesellschaft, für die Frauen und für die neue Generation.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><br><em>Und warum bist du Hebamme?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><em>(lacht)</em> Ich bin Hebamme, weil ich meinen Beruf nicht nur als medizinischen Beruf, sondern auch als sozialen Beruf sehe. Ich stimme sehr mit der Annahme der Salutogenese überein, dass die Geburt ein bio-psycho-soziales Ereignis ist. Und dass unser Job demnach besonders wichtig ist, damit Frauen in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der Stillzeit eine Chance haben, sich zu entdecken und stark zu werden. <br><br><strong>Wir brauchen starke Frauen für unsere Gesellschaft.</strong> Dass Frauen von der Gesellschaft immer wieder klein gehalten werden, stört mich sehr. Ich finde als Hebamme kann man den Prozess Frauen stark zu machen, intensiv unterstützen. Und diese Frauen sind dann diejenigen, die unsere nächste Generation erziehen. Was gibt es Wichtigeres für die Zukunft und für die Menschheit?!</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><br><em>Und vielleicht noch ein kurzer Exkurs wie du dann deinen Weg in Geburtshaus gefunden hast?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Seit ich Hebamme bin, war es mein Wunsch in der außerklinischen Geburtshilfe zu arbeiten. In Italien finden nur 0,2 Prozent der Geburten außerhalb der Klinik statt und ich wusste, dass ich in Italien gar keine Zukunft als außerklinische Hebamme habe. Ich habe dann, um meine Sprache zu verbessern, erstmal in einer Klinik in Deutschland angefangen. Die Größe des Teams hat mir vor allem sprachlich die Sicherheit gegeben, dass immer jemand da ist, die oder der Sprachhindernisse überwinden und Aufklärungsgespräche führen kann. Das hat mir zwar Schutz gegeben, aber ich habe mich nicht wohl gefühlt, weil die Arbeitsweise nicht zu meiner persönlichen Philosophie gepasst hat. Dann habe ich mich nach anderen Möglichkeiten umgeschaut und ich wusste schon immer, dass es das Geburtshaus Hamburg gibt. Was mich früher als einziges noch davon abgehalten hatte, war, dass die Kommunikation in der Außerklinik eines der wichtigsten Instrumente einer Hebamme ist. <br><br><strong>Wenn du hauptsächlich dich, deine Anwesenheit und deine Sprache als Werkzeug unter der Geburt zur Verfügung hast, ist es besonders wichtig, die Sprache sehr gut zu können. </strong>Bei meiner Suche nach Alternativen zur Klinik habe ich gemerkt, dass ich Hausgeburtshilfe generell gut finde. Am Geburtshaus hat mich letztendlich aber überzeugt, dass ich ein größeres Team ohne Hierarchien zur Verfügung habe, das mir den Austausch mit anderen Frauen ermöglicht. Parallel zum Entscheidungsfindungsprozess habe ich auch ein Studium angefangen, das als Schwerpunkt die Salutophysiologie hat. Dieses Studium hat mir schließlich den letzten Impuls gegeben, eine Entscheidung zu treffen und das Arbeitsumfeld zu wechseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Unser Team hat gerade ordentlich Zuwachs bekommen. Welche Veränderungen nimmst du wahr und was macht uns als Team aus?</em><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich angefangen habe war das Team echt klein und ich kannte es nicht anders. Demnach habe ich mir schon Gedanken gemacht wie es wird, wenn wir so viele werden. Aber jetzt bin ich total froh, weil die neuen Kolleginnen so tolle Menschen sind. Am Ende sind sie alle eine Bereicherung, diejenigen mit Berufserfahrung genauso wie diejenigen ohne Berufserfahrung. Da die jüngeren Hebammen auch eine neue Generation Hebammen &#8211; eine neue Generation Frauen &#8211; bilden, die auch anders &#8211; beruflich und gesellschaftlich &#8211; sozialisiert sind. Sie haben sich beispielsweise bereits im Studium mit der Selbstbestimmung unter der Geburt auseinandergesetzt. Diese Hebammen sind von Anfang an stark und selbstbewusst und können die Frauen dementsprechend begleiten. Dieses Selbstbewusstsein hatte ich am Anfang nicht. Ich glaube es liegt nicht nur an meinem Charakter, sondern an meiner Generation. <br><br>Was uns als Team ausmacht, ist auch, dass wir alle sehr unterschiedliche Persönlichkeiten sind. <strong>Viele von uns sind ruhiger, manche sind mehr Feuer, aber wir haben alle die gleichen Werte und die gleichen Ziele.</strong> Deswegen sind wir so ein harmonisches Team.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Und was macht dich im speziellen als Hebamme aus?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(schmunzelt und lacht)</em> Puh, große Frage. Also ich finde, dass ich sehr empathisch und sehr geduldig bin. Es fällt mir nicht schwer, die Frau ins Zentrum zu stellen während der Betreuung. <strong>Das empfinde ich als sehr natürlich, dass die Frau die Protagonistin ist, von ihrer Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. </strong>Und dass Frauen individuell und ressourcenorientiert betreut werden sollen. Aber das führt natürlich automatisch dazu, dass man sich selbst zurücknimmt und dass die eigenen Bedürfnisse nicht mehr berücksichtigt werden. Das ist vielleicht meine Aufgabe, sich selbst in der Arbeit auch etwas zu schützen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><br><br><em>Du hast gerade deinen Master in Hebammenwissenschaften abgeschlossen &#8211; Herzlichen Glückwunsch! Worüber hast du deine Masterarbeit geschrieben und kannst du die Ergebnisse in deine tägliche Arbeit einfließen lassen?</em><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Also der Titel meiner Arbeit ist: „Mit dem System oder mit der Frau? Der innere Konflikt der Hebammen als Ressource zum Fortschritt.“ Ich habe die unterschiedlichen Betreuungsmodelle in der Hebammenarbeit angeschaut und auch deren Veränderungen im Verlauf der Geschichte. Zentral ist hierbei natürlich der Wandel, dass Geburtshilfe früher nur eine Frauenangelegenheit war, und dass das Patriarchat eine starke Veränderung der Hebammenarbeit hervorgerufen hat. Die Geburten wurden vom häuslichen Umfeld in die Klinik verlegt. In diesem Strukturwandel habe ich mir vor allem die Veränderungen in der Hebammenarbeit angeschaut und wieso Hebammen einen inneren Konflikt erleben, zwischen „bei der Frau sein“ und „im System zu arbeiten“.<br><br>Die traditionelle Hebammenarbeit war wirklich fokussiert darauf, in Beziehung mit der Frau zu sein. Aber dann haben das Krankenhaus und gewisse Organisationsstrukturen dazu geführt, dass andere Prioritäten gesetzt wurden. Daraus resultierte dann, dass die Beziehung zwischen der Frau und der Hebamme immer mehr in den Hintergrund gerückt wurde &#8211; was aber doch eigentlich die Hebammenarbeit komplett ausmacht. Natürlich bleibt dieser Anspruch im Hebammenprofil und vor allem in den Herzen aller Hebammen bestehen: das Bedürfnis, mit der Frau zu sein und die Frau auf ihrem Weg zu begleiten. In der Klinik wird es nicht ermöglicht das als Priorität zu haben, weil die Hebammen mehrere Frauen und zusätzlich verschiedene Organisationsprozesse begleiten müssen. Es wird nicht gefördert und Hebammen erleben das als inneren Konflikt. <strong>Bin ich da für die Frau, oder bin ich da für das System? </strong>Meine Frage bezüglich dieser Feststellung war es, herauszufinden, welche Ressourcen eine Veränderung dieses inneren Konfliktes bewirken können. Denn für mich bedeutet Fortschritt in der Geburtshilfe nicht neue Medikamente oder neue Technologien zu entwickeln, sondern Fortschritt heißt einen kulturellen Wandel in der Geburtshilfe zu schaffen, bei dem wieder die Frau und die Beziehung zur Hebamme im Zentrum stehen.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><br><br><em>In welchen Bereichen sollte deiner Meinung nach noch mehr geforscht werden und worüber hättest du gerne mehr Studien?</em><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es sehr wichtig, dass insbesondere die Physiologie jetzt von Hebammen erforscht wird. Forschung in der Geburtshilfe war bisher ein von ÄrztInnen dominiertes Feld, die natürlich medizinische Fragestellungen thematisiert haben. Fragestellungen über Pathologien; über GDM (Schwangerschaftsdiabetes) beispielsweise, oder erhöhten Blutdruck und so weiter. Aber nie die Physiologie. Es gibt so wenige Studien, die nicht schon bei den Grundannahmen zur Physiologie fehlerhaft sind. Nehmen wir beispielsweise unsere Annahme über Geburt, dass der Muttermund sich ca. 1cm pro Stunde öffnet. Das haben wir alle so gelernt. Diese Annahme stammt aus den 50er Jahren, als ein Dr. Friedman das Partogramm entwickelt hat, für das er 100 Frauen beobachtet hat (von denen 96 Prozent Betäubungsmittel und auch weitere Interventionen erhalten hatten). Wir müssen endlich die richtigen Annahmen treffen, um Rückschlüsse auf die Physiologie treffen zu können. Wir brauchen mehr Hebammenstudien &#8211; In allen physiologischen Forschungsbereichen der Geburtshilfe. Und wir brauchen Studien im außerklinischen Setting.</p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><br><em>Wo siehst du dich in 10 Jahren?</em><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(lacht)</em> In 10 Jahren bin ich 42, da sehe ich mich noch bei Geburten. Und, dass ich mein Handy nachts anhaben muss und zur Geburt gerufen werde.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Welches wäre dein persönlich liebstes Wochenbettgericht?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Lansagna! <em>(sic!)</em><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Damit erübrigt sich fast meine letzte Frage: Pizza oder Pasta?</em></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><br>Ganz klar: Pasta.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Vielen Dank liebe Chiara, für dieses großartige Interview. Und jetzt viel Spaß bei der Demo anlässlich des feministischen Kampftages und einen wunderbaren restlichen Frauentag dir, deinen Kolleginnen und allen Frauen da draußen.</em></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Interview wurde am 8. März 2023, am internationaler Frauentag von Charlotte Schröter geführt.<br>Foto: Leo van Versendaal</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/03/ChiaraScalisi-1.jpg" alt="" class="wp-image-1275" srcset="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/03/ChiaraScalisi-1.jpg 1024w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/03/ChiaraScalisi-1-980x654.jpg 980w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/03/ChiaraScalisi-1-480x320.jpg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>
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		<title>Wir stellen das Team vor – heute mit Fragen an Johanna Netzband</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2022 14:45:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshaus Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Johanna Netzband]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Johanna, warum bist Du Hebamme geworden? Die Arbeit der Hebamme habe ich durch meine Tante und eine gute Freundin meiner Eltern kennen gelernt, außerdem war für mich schon früh klar, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. Nach dem Abi habe ich ein Jahr lang in dem Kinderheim eines Townships in Kapstadt gearbeitet und anschließend [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Johanna, warum bist Du Hebamme geworden?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit der Hebamme habe ich durch meine Tante und eine gute Freundin meiner Eltern kennen gelernt, außerdem war für mich schon früh klar, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. Nach dem Abi habe ich ein Jahr lang in dem Kinderheim eines Townships in Kapstadt gearbeitet und anschließend soziale Arbeit studiert. Während meines Studiums wurde mein Wunsch, Hebamme zu werden, immer größer.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Seit wann arbeitest Du im Geburtshaus, warum hast du dir diesen Arbeitsplatz ausgesucht?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In sechseinhalb Jahren klinischer Geburtshilfe konnte ich wertvolle Erfahrung sammeln, insbesondere mit schwierigen und interventionsreichen Verläufen. Ich wollte gerne weiter geburtshilflich arbeiten, aber mit mehr Zeit für Frauen und Familien. Es erschien mir realistisch, den Frauen im Geburtshaus eine selbstbestimmte Geburt ermöglichen zu können und so habe ich im Frühjahr 2021 dort angefangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sind deine Aufgaben‚ und was magst du besonders?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin in der Geburtshilfe, mache Vorsorgen und Nachsorgen. Diese ganzheitliche Betreuung anbieten zu können und ausreichend Zeit dafür zu haben, schätze ich sehr – das ist im Klinikalltag schlicht nicht möglich. Da betreute ich bis zu sechs Frauen gleichzeitig in verschiedenen Phasen der Schwangerschaft und Geburt. Zeit zu haben und sich Zeit lassen können, sind für mich ganz besonders wertvolle Bedingungen, die mich in meiner Arbeit bereichern. Im Geburtshaus sind die Frauen sehr selbstbestimmt, sie wissen ziemlich genau, worauf sie sich einlassen. Sie sind stark und oft können sie auch besser Loslassen. Zu dem ist die Atmosphäre hier ruhig und schön. Kein Türengeklapper, keine Geräusche anderer gebärender Frauen, keine Ärzte, die dazwischen funken, kein Personalwechsel. Die werdenden Mütter können den Raum hier zu ihrem eigenen machen, das stärkt sie und auch uns. Ich habe mal eine Frau begleitet, die sich eine Art Altar im Geburtszimmer aufgebaut hatte, das wäre in einer Klinik einfach unvorstellbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders mag ich auch die Arbeit in diesem Team. Wir nehmen viel Rücksicht und achten sehr aufeinander. Wenn mal irgendwo etwas nicht so ganz läuft, wird das schnell angesprochen. Das stärkt den Zusammenhalt und schafft Vertrauen. Ich mag zum Beispiel unser Ritual nach der Geburt sehr: Wir nehmen uns fest in den Arm, reflektieren gemeinsam den Geburtsverlauf, teilen die Emotionen und bestärken uns</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was fordert dich heraus?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind üblicherweise 24 Stunden lang in Rufbereitschaft und währenddessen nicht dauerhaft im Geburtshaus. In dieser Zeit zur Ruhe zu kommen und sie mit Freunden und Familie unbeschwert nutzen zu können, ist herausfordernd. Langsam gewöhnen wir uns an das „Vielleicht“ und lernen, damit umzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bald ist Weihnachten. Wirst Du im Dienst sein?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich arbeite ganz gern an Weihnachten, dann ist es auch von außen ruhig und besinnlich und hier im Geburtshaus umso schöner. Meine Familie lebt in Hamburg, sodass ich mit meinen Besuchen flexibel bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Und das Neujahrsbaby, ist das wichtig für Dich?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin selbst ein Neujahrsbaby, an Silvester habe ich gerne frei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kannst du dich entscheiden für Elbe oder Alster?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag die Elbe, weil sie in die Ferne führt. Ich liebe das Reisen und möchte gern die Welt erkunden. Manchmal packt mich das Fernweh.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wo warst Du schon, was möchtest Du noch sehen?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin schon viel durch Europa gereist und war neben Südafrika in Myanmar, Vietnam und auf Kuba. Gern sehen und erleben möchte ich noch mehr von Afrika. Ich kann mir gut vorstellen, dort irgendwann mal als Hebamme zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Johanna, viel Glück und vielen Dank für das Gespräch.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2022/12/JohannaNetzband-1.jpg" alt="" class="wp-image-1277" srcset="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2022/12/JohannaNetzband-1.jpg 1024w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2022/12/JohannaNetzband-1-980x654.jpg 980w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2022/12/JohannaNetzband-1-480x320.jpg 480w" sizes="auto, (min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>
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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Lotte Schröter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2022 09:32:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Liebe Lotte, warum bist Du Hebamme geworden?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Das verdanke ich meiner Patentante, die auch Hebamme ist. Schon als kleines Mädchen hat sie mich mit auf ihre Hausbesuche genommen. Ich war damals vielleicht acht oder neun Jahre alt. Meine Patentante spielt eine bedeutende Rolle in meinem Leben, ich bewundere und schätze sie sehr. Da wir uns ein bisschen ähnlich sind, dachte ich, es wäre eine gute Idee. War es auch.<br>Als ich ihr erklärte, ich wolle ebenfalls Hebamme werden, war sie die Einzige, die es kritisch gesehen hat. Die positiven Seiten dieses Berufs sind offensichtlich, über die Schattenseiten hat sie mich gut aufgeklärt. Sie hat nicht aufgehört zu fragen, ob ich mir wirklich sicher bin. Nach meinem Entschluss stand sie voll und ganz hinter mir und jetzt freuen wir uns, uns auch beruflich zu begegnen und zu bereichern.<br></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Seit wann arbeitest Du im Geburtshaus, warum hast du dir diesen Arbeitsplatz ausgesucht?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Ich bin fast ein Jahr dabei, im Juli 2021 habe ich im Geburtshaus Hamburg angefangen. Davor habe ich zwei Jahre in einer kleinen aber für die physiologische Geburt renommierten Klinik gearbeitet. Nachdem ich Ende 2018 meine Ausbildung in Paderborn abgeschlossen habe, wollte ich sowohl schon arbeiten als auch das duale Hebammenkunde-Studium in Osnabrück beenden. Das war eine sehr intensive und anstrengende Zeit. Aber es war auch wertvoll, während des Studiums zu arbeiten, so konnte ich aktuelle Fragen direkt mit in die Uni nehmen und Erlerntes direkt mit in den Kreißsaal. Langfristig war für mich aber immer klar, dass ich in die Außerklinik möchte. Und dann kam während der Corona-Krise der Anruf meiner Freundin aus dem Geburtshaus. Das Team suchte Verstärkung. Die Pandemie hat meinen Schritt ins Geburtshaus beschleunigt. Durch die Umsetzung und das Management von pandemiebedingten Maßnahmen hatten wir im Krankenhaus noch weniger Zeit für die werdenden Mütter als vorher. Da war es an der Zeit für mich die Stellung zu wechseln.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Die Arbeit in der Klinik, die für viele vermeintlich sicherer ist, ist es für mich nicht. Im Krankenhausbetrieb habe ich mit Risiken zu tun, die strukturell oder invasionsbedingt sind. Wenn ich mehrere Frauen gleichzeitig betreuen muss (die gegebenenfalls unterschiedliche Medikamente bekommen haben und vielleicht auch so Risiken mitbringen), kann ich dennoch immer nur bei einer zurzeit sein. Währenddessen sind die anderen auf sich allein gestellt. Kommen zusätzlich unter der Geburt Komplikationen hinzu, wird die Situation immer untragbarer. Hier im Geburtshaus fühle ich mich sicher, hier kann ich zu hundert Prozent da sein und kann die Situation jederzeit beurteilen und entsprechend handeln. Dafür bin ich ausgebildet. In der Außerklinik können wir den Geburtsprozess optimal unterstützen und beobachten. Natürlich gibt es dann auch mal Geburten, die medizinische Intervention benötigen, da kann man dann in Ruhe den Ort wechseln. Aber alle Frauen bekommen die Zeit und Aufmerksamkeit, die Sie brauchen. Das ist in der Klinik personell bedingt leider selten möglich. Im Geburtshaus werden eine Geburt oder eine Verlegung immer durch zwei Hebammen begleitet. Es ist unglaublich wertvoll, im Team zu arbeiten. Der tägliche Austausch mit meinen Kolleginnen ist offen, ehrlich und sehr vertrauensvoll. Wir lernen viel voneinander und können uns gemeinsam entwickeln. Das möchte ich nicht mehr missen.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><br><em>Was sind deine Aufgaben‚ und was magst du besonders?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Das Herzstück meiner Arbeit ist die Geburt. Es ist immer wieder faszinierend zu erleben, wie viel Kraft Frauen unter der Geburt aufbringen und auch wie viel Energie Paare freisetzen können. Jede Geburt bleibt besonders, auch für uns Hebammen. Wenn das Baby da ist, und wir Hebammen das erste Mal die kleine Familie für einen Moment alleine lassen, nehmen wir uns fest in den Arm &#8211; das ist das schönste Ritual für mich. Auch Hebammen erleben die Geburt, wir sind ja keine Maschinen. Das ist auch etwas, das im klinischen Alltag leider untergeht.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Die weiteren Bereiche, in denen ich tätig bin, sind Vorsorgen und Nachsorgen. Da ich am weitesten von Geburtshaus entfernt wohne, sind nicht alle Frauen, die ich nach der Geburt betreue Frauen aus dem Geburtshaus. Wenn es dann mal doch so ist, ist es besonders schön Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleiten zu können.<br></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Was fordert dich heraus?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Mit der Selbstständigkeit gibt es viele zusätzliche organisatorische Aufgaben. Abrechnungsbedingungen oder auch die Struktur im Geburtshaus mit allen Kursen und Angeboten wollen überblickt sein, das sind für mich die schwierigeren Aufgaben. Wenn man dann doch mal was vergisst, hat Heike es im Blick und erinnert einen dran. Dafür sind wir ihr, glaube ich, alle sehr dankbar.<br>Aber auch die Rufbereitschaft kann herausfordernd sein, weil die Zeit dann so unplanbar ist. Ist das Team mal etwas kleiner, muss man auch mehr Rufbereitschaften machen. Die Herausforderung ist dann vor allem das Privatleben. Aber bisher haben wir im Team immer eine gute Lösung für alle gefunden. Das ist zumindest mein Empfinden.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><br><em>Gibt es eine Geschichte aus dem Geburtshaus, die du nicht vergessen wirst?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Ich durfte die Freundin, die mich ins Geburtshaus gelockt hat, bei ihrer ersten Geburt begleiten. Wir haben schon die Ausbildung zusammen gemacht und sie ist eine sehr gute Freundin. So eine besondere Zeit eng begleiten zu dürfen, ist dann natürlich besonders schön. Auch haben wir unheimlich viel während der Geburt gelacht. Natürlich ist es eine Herausforderung, jemanden den man liebt in einer Extremsituation zu begleiten, aber es ist auch in gleichem Ausmaß bereichernd und berührend. Jetzt bin ich Patentante. Ob ich auch irgendwann so einen großen Einfluss auf mein kleines Patenkind haben werde wie meine eigene Patentante, wird sich zeigen. Aber die kleine hat es jetzt schon faustdick hinter den Ohren und würde mit Sicherheit mal eine gute Hebamme abgeben. Oder Raumfahrerin. Oder IT-lerin. Oder alles was sie sich wünscht. Ich werde sie in jedem Fall unterstützen.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><br><em>Am 4. September ist endlich wieder Sommerfest. Freust du dich darauf?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Es ist mein erstes Sommerfest im Geburtshaus und ich freue mich wahnsinnig: Als ich anfing, war wegen Corona alles runtergefahren, jetzt kann ich langsam den Trubel erleben, von dem ich bisher nur gehört habe. Und beim Sommerfest soll es ja besonders trubelig sein. Ich freu mich auf die Begegnung mit den betreuten Familien und den interdisziplinären Austausch mit den Fach-Kolleg*innen. Bestimmt werde ich mich vorher in der Küche austoben und vor Ort hätte ich auch total Lust beim Kinderschminken zu helfen. Aber jetzt erst mal an die Planung …</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><br><em>Kannst du dich entscheiden für Elbe oder Alster?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Auf der Binnenalster ist es mir zu voll aber ich liebe die nördlichen Flussarme in Alsterdorf und Poppenbüttel. Auf meinem SUP kann ich hier Natur aufs Intensivste erleben.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><br>Liebe Lotte, vielen Dank für das Gespräch, hab einen schönen Sommer!</p>
<!-- /divi:paragraph --></div>
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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Gesa Döding</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 09:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Eins- zu-eins-Betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshaus Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Gesa Döding]]></category>
		<category><![CDATA[Hebamme]]></category>
		<category><![CDATA[Stelle frei]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Liebe Gesa, warum bist Du Hebamme geworden?</em></p>
<p>Schon als Jugendliche habe ich mich für diesen Beruf interessiert. Kurz vor dem Abitur bin ich selber schwanger geworden. Wir lebten auf dem Land und ich hatte die Rundum-Betreuung von einer ganz großartigen Hebamme. Diese Erfahrung hat meinen Berufswunsch bestärkt.</p>
<p>Bei ihr habe ich dann nach Schulabschluss Praktikum gemacht. 16 Wochen habe ich sie bei Geburtsvorbereitung, Geburten, Wochenbettbesuchen und allem, was noch dazu gehört, begleitet. Das war eine tolle Zeit und ich wollte auf jeden Fall Hebamme werden. Nur leider habe ich als alleinerziehende Mutter keinen Ausbildungsplatz bekommen. Kein Arbeitgeber hat mir zugetraut, dass ich das mit Kind allein organisiert bekäme. Das war schon sehr frustrierend und so habe ich zunächst eine andere Ausbildung gemacht.<br />Der Wunsch Hebamme zu werden war jedoch weiterhin da und so habe ich es vier Jahre später noch einmal probiert. 2011 bekam ich einen Ausbildungsplatz an der Hebammenschule in Hamburg. Schnell war klar, dass ich nicht im Krankenhaus arbeiten wollte und so habe ich mich anschließend erfolgreich im Geburtshaus Hamburg beworben.</p>
<p><em>Seit wann arbeitest Du im Geburtshaus, was sind Deine Aufgaben und was magst Du besonders?</em></p>
<p>Dabei bin ich jetzt seit September 2014. Ich bin in der Geburtshilfe tätig. Außerdem leite ich Geburtsvorbereitungskurse und biete Schwangerenvorsorge und -beratung an. Ich unterstütze mit Akupunkturbehandlungen und mache auch Wochenbettbesuche. Das ist insgesamt sehr abwechslungsreich, das schätze ich so an meiner Tätigkeit im Geburtshaus.</p>
<p><em>Ihr sucht gerade neue Kolleginnen. Was macht die Arbeit im Geburtshaus so attraktiv?</em></p>
<p>Ja, genau, wir wünschen uns neue Hebammen im geburtshilflichen Team. Tatsächlich ist dies hier ein ganz besonderer Arbeitsplatz. Wir betreuen die Familien ganzheitlich im Team. Sie kommen schon früh in der Schwangerschaft zu uns zu den Vorsorgen, Gesprächen und Beratungen und anschließend zur Geburt. Wir arbeiten ausschließlich in der Eins-zu-eins-Betreuung. Ich schätze sehr, dass ich meine Freizeit verbindlich planen kann. Mittlerweile habe ich drei Töchter, da ist es schon wichtig, gesichert freie Zeit zu haben. Außerdem haben wir eine tolle Atmosphäre. Wir sind ohne Hierarchien und treffen alle Entscheidungen, die das Geburtshaus und unsere Arbeit betreffen, gleichberechtigt. Für die Einarbeitung haben wir ein gutes Konzept und nehmen uns viel Zeit. Ins kalte Wasser muss hier niemand springen.</p>
<p><em>Gibt es etwas aus dem Geburtshaus an das Du Dich besonders gern erinnerst?</em></p>
<p>Ich habe meine zweite und dritte Tochter hier zur Welt gebracht, in gewohnter, gemochter und bekannter Umgebung und mit liebevoller Unterstützung meiner Kolleginnen &#8211; besser geht’s nicht!</p>
<p><em>Kannst du dich entscheiden für Elbe oder Alster?</em></p>
<p>Mein Blick liegt auf der Alster, wir wohnen direkt am Alsterlauf.</p>
<p><em>Weißt Du schon, wie Du Ostern verbringen wirst?</em></p>
<p>Ich habe mir dieses Jahr freigenommen und werde mit Mann und Töchtern aufs Land fahren und dort mit meiner Familie auf dem Hof feiern, wo ich aufgewachsen bin. Wir werden insgesamt 13 Leute sein und mindestens 150 Ostereier suchen.</p>
<p><em>Liebe Gesa, da wünsch ich Dir einen Korb voll bunter Eier und ein schönes Fest!  Vielen Dank für das Gespräch.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Gespräch führte Petra Dohrendorf</p></div>
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		<title>Wir stellen das Team vor – heute mit Fragen an Julia Eubling</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2022 11:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[außerklinische Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf Hebamme]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshaus Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Heammenteam]]></category>
		<category><![CDATA[hebamme in Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Eubling]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><!-- divi:paragraph -->
<p><em>Liebe Julia, Warum bist Du Hebamme geworden?</em><br><br>Irgendwie war das für mich schon ganz früh klar. Als Kind habe ich zwischen den Berufswünschen Hebamme oder Gerichtsmedizinerin geschwankt und mich dann im Laufe der Zeit für die Hebamme entschieden &#8211; also eher für den Beginn des Lebens statt für das Ende. Nach der Schule habe ich ganz klassisch eine Hebammenausbildung im Krankenhaus Barmbek begonnen. Damals hat man eine dreijährige Ausbildung gemacht: 1/3 theoretisch in der Berufsschule und 2/3 praktisch. Zum praktischen Teil gehörte auch das Externat, das habe ich für sechs Wochen im Geburtshaus in Hannover absolviert. Dort habe ich richtig Lust auf die außerklinische Geburtshilfe bekommen.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Seit wann arbeitest Du fe</em>st <em>im Geburtshaus, warum hast du dir diesen Arbeitsplatz ausgesucht?</em><br><br>Seit dem Herbst 2016 bin ich im Geburtshaus und darüber sehr glücklich. Während der Ausbildung bin ich immer wieder mit der Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis konfrontiert worden. Die Hebammen im Krankenhaus müssen häufig mehrere Geburten gleichzeitig betreuen, da ist zu wenig Zeit und eine individuelle Begleitung manchmal kaum möglich. Ich finde es sehr schön, dass wir hier im Geburtshaus eine Eins-zu-eins-Betreuung unter der Geburt ermöglichen können und das wir für jede Geburt die Zeit haben, die Mutter und Kind brauchen. Wir haben Zeit für den schönsten Teil unseres Berufes. Für meine Kolleginnen in den Geburtskliniken wünsche ich mir eine Systemänderung, die ihre Arbeitsbedingungen besser macht. Eine gesicherte Eins-zu-eins-Betreuung sollte es auch im Kreißsaal geben. Es arbeiten so viele tolle Hebammen in den Kliniken, die sollen das auch noch lange machen wollen.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Was sind deine Aufgaben‚ und was magst du besonders?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Ich mache hauptsächlich Vorsorgen und Geburtshilfe. Außerdem betreue ich auch Familien im Wochenbett. Die Schwangerenbegleitung finde ich besonders schön. Der Kontakt zum Paar macht mir viel Freude, man bekommt einen ganz intensiven Einblick in den Verlauf der Schwangerschaft und darf miterleben, wie diese die Frauen und Familien verändert. Es ist immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Frauen mit der Veränderung umgehen. Und ich mag es Frauen unter der Geburt beobachten zu dürfen. Ich bin immer wieder fasziniert von der Kraft einer Frau während der Geburt! Wir alle kennen die Mütter und die Umstände der Schwangerschaft sehr gut. Daher können wir Risiken schnell erkennen und uns möglicherweise auch nach ausführlicher Beratung für eine Verlegung in die Geburtsklinik entscheiden. Unsere Mission ist es, den Familien einen guten Start zu geben &#8211; das ist das, was uns im Team verbindet. Mit unseren unterschiedlichen Erfahrungen und Persönlichkeiten können wir in einen guten Austausch gehen. Wir mögen und respektieren uns, das schafft ein tolles Arbeitsklima.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Gibt es eine Geschichte aus dem Geburtshaus, die du nicht vergessen wirst?</em><br><br>Es gab mal eine Verlegung mit außergewöhnlichen Umständen. Die Verlegung konnte ganz in Ruhe erfolgen, das Paar hatte sich als Alternative die Asklepios Klinik Nord ausgesucht. Wir mussten also durch die ganze Stadt und das mitten im Feierabendverkehr. Unser Taxi fuhr mit Warnblinker, um sich schneller durch den Verkehr zu schlängeln. Das erregte die Aufmerksamkeit der Zivilpolizei, die unser Taxi anhielt und nachfragte. Als die Beamten &#8211; junge, schicke Typen &#8211; die Situation überblickten, setzten sie Ihr Blaulicht aufs Dach und eskortierten uns bis zur Klinik.  </p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Jetzt war gerade Weihnachten. Fällt es Dir sehr schwer, Bereitschaftsdienst an Feiertagen zu haben?</em> </p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Eigentlich nicht. Man muss es nur gut planen. Weihnachten ist es manchmal etwas schwierig weil viele aus meiner Familie nicht in Hamburg leben. Dieses Jahr habe ich aber frei und arbeite dafür an Silvester. Ich feiere dann eben ohne Alkohol, das fällt mir nicht schwer. Na ja, und die Neujahrsbabys mögen wir sehr. Hier in Hamburg gibt es ein kleines Battle um das erstgeborene Baby des Jahres. Das kommt nämlich groß in die Zeitung, wenn die Eltern das möchten.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Kannst du dich entscheiden für Elbe oder Alster?</em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Ich liebe die Elbe, da sie die Stadt mit dem Meer verbindet. Die ersten Jahre meines Lebens habe ich auf der Insel Juist gelebt, da ist immer noch eine große Verbundenheit zum Meer da. Außerdem fasziniert mich die Atmosphäre des Hafens.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p><em>Liebe Julia, vielen Dank für das Gespräch. </em></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Foto: Melanie Freiesleben</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph --></div>
			</div>
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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Lena Voss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Aug 2021 09:12:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Hebamme]]></category>
		<category><![CDATA[Lena Voss]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Lena, Warum bist Du Hebamme geworden? Die Idee kam von meiner Mutter. Sie sagte, dass Sie glaubt, dass dieser Beruf genau der richtige für mich sein könnte. Und Sie sollte recht behalten. Ich habe in der Schulzeit in den Herbstferien ein Praktikum bei einer Freiberuflichen Hebamme gemacht. Ich begleitete Sie bei Vorsorgen und Wochenbettbesuchen. [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Lena, Warum bist Du Hebamme geworden?</em><br><br>Die Idee kam von meiner Mutter. Sie sagte, dass Sie glaubt, dass dieser Beruf genau der richtige für mich sein könnte. Und Sie sollte recht behalten. Ich habe in der Schulzeit in den Herbstferien ein Praktikum bei einer Freiberuflichen Hebamme gemacht. Ich begleitete Sie bei Vorsorgen und Wochenbettbesuchen. Danach verstärkte sich der Wunsch Hebamme werden zu wollen. Schlussendlich habe ich dann vorzeitig die Schule verlassen und die Hebammenausbildung in Göttingen begonnen. Ich habe noch nicht eine Sekunden im meinem Leben bereut, Hebamme geworden zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Seit wann arbeitest Du im Geburtshaus Hamburg, warum hast du dir diesen Arbeitsplatz gesucht?</em><br><br>Ich bin seit dem Sommer 2017 Teil des Teams. Im Anschluss an die Ausbildung habe ich drei Jahre freiberuflich in der Klinik als Beleghebamme gearbeitet: Geburtshilfe, Vorsorge, Wochenbett, alles was dazu gehört. Das war eine sehr intensive Zeit, in der ich viel zu viel gearbeitet habe. Nach 1 ½ Jahren habe ich mir eine dreimonatige Auszeit genommen, bin gereist und habe mich entschieden, mein Berufsleben zu ändern.<br>Ich wollte gern in der außerklinischen Geburtshilfe arbeiten. Und ich konnte mir vorstellen wieder zurück nach Hamburg zu kommen &#8211; ich bin in Holm, im Westen von Hamburg aufgewachsen. Da lag es auf der Hand, sich im Geburtshaus zu bewerben und ich hatte großes Glück, dass ich als Partnerin einsteigen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was sind deine Aufgaben‚ und was magst du besonders?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geburtshilfe ist mein Thema, ich begleite ca. 45 &#8211; 50 Geburten im Jahr &#8211; für mich gibt es keine schönere Aufgabe. Jede Geburt berührt mich auf unterschiedlichste Art und Weise. Es ist immer wieder etwas ganz Besonderes, erleben zu dürfen wenn Frauen in ihrem eigenen Tempo mit viel Zeit und Geduld ihre Kinder zur Welt bringen. <br>Die ganzheitliche Arbeit im Geburtshaus mag ich sehr. Wir lernen die Frauen, die wir im Team betreuen sehr gut kennen, da wir aus verschiedenen Blickwinkel schauen und uns intensiv austauschen. Das gibt uns Sicherheit und bildet die Basis für eine individuelle Geburtsbegleitung.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gibt es eine Geschichte aus dem Geburtshaus, die du nie vergessen wirst?</em><br><br>Es gibt so viele Geschichten und jede Geburt ist einzigartig und erinnernswert. Wenn es aber Momente unter der Geburt gab, die schwierig waren, wenn es hakelig wurde und dann die Babys auf der Welt sind, dann ist das Glück und die Dankbarkeit von Mutter und Begleitung so groß, dass es überwältigend ist.<br>Besonders schön war die Geschichte einer Mutter, die ihr erstes Kind per Kaiserschnitt bekam. Dann kam sie &#8211; wieder schwanger &#8211; zu uns ins Geburtshaus mit dem großen Wunsch, das zweite Kind hier zu bekommen. Das hat gut geklappt und das Trauma der ersten Geburt war ein geheilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Was fällt dir leicht, was fordert dich heraus?</em><br><br>Ich habe ein Grundvertrauen, dass jede Frau aus eigener Kraft natürliche gebären kann. Dieses Vertrauen wird auf die Frauen, die ich betreue, übertragen. Und auch der Ort spielt eine Rolle. Hier im Geburtshaus fühlen sich alle wohl, hier kann Vertrauen entstehen und wachsen. <br>Eine Herausforderung, die ich mittlerweile gut meistern kann, ist es, einen Ortswechsel unter der Geburt zu empfehlen, ohne das Gefühl zu haben, nicht gut genug gewesen zu sein. Die Entscheidung zur Verlegung in eine Geburtsklinik ist immer wohl überlegt, sie wird gemeinsam getroffen und ist mit Erfahrung und Wissen gespeist. Was auch immer geschieht, für uns steht die Gesundheit von Mutter und Kind immer ganz vorn an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Kannst du dich entscheiden für Elbe oder Alster?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe die Elbe, sie ist viel weniger begrenzt. Als Kind bin ich auf der Elbe gesegelt, das schafft eine ganz besondere Verbindung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Lena, vielen Dank für das Gespräch. An wen magst du den Staffelstab weiterreichen? Wen dürfen wir als Nächstes befragen?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sprecht doch mal mit meiner lieben Kollegin Julia Eubling.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto: Saskia Allers</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Wir stellen das Team vor &#8211; heute mit Fragen an Nina Lück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Geburtshaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 May 2021 09:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Lück]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenbett]]></category>
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					<description><![CDATA[Hallo Nina, warum bist Du eigentlich Hebamme geworden? Ich habe mir immer einen Beruf gewünscht, der mich glücklich macht &#8211; eine Arbeit, die ich auch ohne die Notwendigkeit des Geldverdienens machen würde.Und dann hatte ich ein unerwartetes Erlebnis: Eine Freundin hat ihr Kind zu Hause geboren und ich durfte dabei sein. Das war eine Erfahrung, [&#8230;]]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-333" srcset="https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-1024x683.jpg 1024w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-300x200.jpg 300w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-768x512.jpg 768w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-1536x1024.jpg 1536w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-1080x720.jpg 1080w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-1280x854.jpg 1280w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-980x654.jpg 980w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150-480x320.jpg 480w, https://blog.geburtshaus-hamburg.de/wp-content/uploads/2021/04/FotoNInaLück©CharlotteSchreiber_MG_2150.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Hallo Nina, <br>warum bist Du eigentlich Hebamme geworden?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mir immer einen Beruf gewünscht, der mich glücklich macht &#8211; eine Arbeit, die ich auch ohne die Notwendigkeit des Geldverdienens machen würde.<br>Und dann hatte ich ein unerwartetes Erlebnis: Eine Freundin hat ihr Kind zu Hause geboren und ich durfte dabei sein. Das war eine Erfahrung, die mich sehr geprägt und letztendlich zu diesem Beruf geführt hat. Ich war beeindruckt von der Hebamme, die die Geburt mit so viel Wissen und gleichzeitig so viel Nähe begleitet hat. Dieses Zusammenspiel hat mich tief berührt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Seit wann arbeitest Du im Geburtshaus Hamburg, was sind deine Aufgaben und was magst Du besonders?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin seit Oktober letzten Jahres dabei. Mein Aufgabengebiet umfasst Vorsorge, Aufklärung und ich helfe bei Schwangerschaftsbeschwerden. Im Team B begleite ich Geburten und ich betreue außerdem Familien in der Zeit des Wochenbetts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist sehr spannend zu sehen, wie sich die Haltung der Frauen zur Geburtshilfe mit dem wachsenden Bauch verändert. Viele Frauen bekommen mit der Nähe zum Ungeborenen ein sicheres Gefühl, was sie sich an Unterstützung unter der Geburt wünschen. Ich freue mich immer sehr, wenn eine Frau im Laufe ihrer Schwangerschaft an Selbstvertrauen gewinnt und sich zur außerklinischen Geburt entscheidet.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Warum hast Du Dir das Geburtshaus Hamburg als Arbeitsplatz ausgesucht?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe während meiner Ausbildung in Frankfurt am Main, da komme ich her &#8211; ein einmonatiges Externat im Geburtshaus Hamburg gemacht. Ich wollte gern hier in die Praxis schnuppern, weil ich viel Gutes über das Geburtshaus gehört habe und mich die außerklinische Geburt besonders interessiert. Ich schätze die Eins-zu-eins-Betreuung und die Ganzheitlichkeit, die wir hier anbieten können, sehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier im Geburtshaus kann ich außerdem gut und sicher freiberuflich arbeiten. Durch die Strukturen und Abläufe verfüge ich über ein hohes Maß an Sicherheit. Das macht es mir leicht, meine Verantwortung zu tragen. Und das Team ist toll, hier existiert so viel gemeinsames Wissen und geballte Erfahrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag auch die Stadt. Hamburg ist spannend. Hier gibt es so viel Vielfalt in der Gesellschaft, die Menschen sind sehr divers und das kulturelle Angebot ist riesig. Hamburg hat viele Gesichter &#8211; ich mag sowohl den Jenischpark als auch St. Pauli. Und selbst das Wetter ist vielseitig. Die Hamburger sind zwar schwer zu erobern aber wenn man es geschafft hat, dann ist die Verbindung wahrhaftig. </p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Kannst du dich entscheiden für Elbe oder Alster?</em></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe die Elbe. Hier ist alles im Fluss, ein Kommen und Gehen &#8211; es gibt niemals Stillstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Nina, vielen Dank für Deine Antworten, wir wünschen Dir einen sonnigen ersten Hamburger Frühling. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke dir! <br><br>Foto: Charlotte Schreiber</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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